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Über kein Thema wird soviel gesprochen wie über das Wetter. Ein paar Zeilen zum Thema Wetter durften deshalb nicht fehlen!
Bei unserem neuesten Hobby sind wir auf interessante Seiten ( Internet ) gestossen und haben viele weiterführende Informationen entdeckt, die wir in diesem Wetter - Lexikon auflisten möchten.

ALTWEIBERSOMMER  Spätsommerliche Schönwetterperiode, die mit großer Häufigkeit Ende September, aber auch oft bis Ende November, besonders im östlichen Mitteleuropa auftritt. Ursache ist ein Festlandshoch über Osteuropa, das trocken-kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Mit dem Altweibersommer geht eine plötzliche starke Laubverfärbung und das Auftreten von Spinnfäden einher, an denen sich meist junge Spinnen mit dem Wind forttragen lassen. Eine gleichartige Wetterperiode im östlichen Nordamerika, die oft nur wenige Tage andauert, wird Indianersommer (Indian summer) genannt.  
ATMOSPHÄRE   Die Lufthülle der Erde zeigt in ihrem vertikalen Aufbau unterschiedliche Eigenschaften und wird daher in mehrere "Stockwerke" unterteilt. Das unterste Stockwerk, die Troposphäre, reicht in Mitteleuropa bis ca. 11 km Höhe; in ihr spielt sich das Wetter ab. Die Temperatur nimmt von (im Mittel) +15°C an der Erdoberfläche nahezu gleichmässig mit der Höhe um durchschnittlich 6,5°C je Kilometer ab bis etwa -57°C (Tropopause). In der darüberliegenden Stratosphäre steigt die Temperatur auf -50°C in 28 km Höhe an. Dann setzt ein kräftiger Anstieg bis auf 0°C in 50 km Höhe ein infolge der Absorption der ultravioletten Strahlung durch das Ozon. Die Obergrenze der Stratosphäre stellt ein Temperaturmaximum dar und wird Stratopause genannt. In der anschliessenden Mesosphäre sinkt die Temperatur wieder bis auf etwa -100°C in 80 km Höhe. Darüber beginnt die Thermosphäre, die bis zum Rand der Atmosphäre in etwa 500-600 km Höhe reicht. Die Temperatur nimmt infolge der Absorption von Röntgen- und Gammastrahlung der Sonne wieder rasch zu auf über +100°C bis auf +700°C am Rand der Atmosphäre. Jenseits davon beginnt die Exosphäre, der interplanetarische Raum. Die hohen Temperaturangaben sind jedoch infolge der extrem geringen Luftdichte nicht mit denen in der unteren Atmosphäre zu vergleichen.  
Atmosphäre - Meer Wechselwirkung  Die Meere und Atmosphäre wirken aufeinander in vielen verschiedenen Arten und Weisen. Zwischen ihnen kann es, zusammengenommen, Wärme-, Salz-, Wasser- und Momentenaustausch geben.
Wenn Wind über das Meer weht, wird Energie vom Wind (was ihn verlangsamt) auf die oberen Schichten übertragen, ein Teil davon treibt dann die Meeresströmung. Wasser kann leichter in warme Luft hineinverdampfen, besonders wenn es windig ist. Mit dem Verdampfen entzieht es Wärme aus dem Meer. Wenn es dann kondensiert und ein Wolkentröpfchen bildet, gibt es die Wärme in die Luft ab. Dies ist eine der hauptsächlichen Wege wie Orkane ihre Energie bekommen.
Salz wird laufend in die Meere gebracht, durch Flüsse, die von den Kontinenten abfliessen und aus den Steinen, über die sie fliessen, gelöste Mineralien mit sich führen; das Salz wird als Sediment auf dem Meeresboden abgelagert. Wasser, das an der Meeresoberfläche verdampft oder gefriert, lässt das verbleibende Wasser salziger zurück, aber Regen, der nicht salzig ist, verdünnt die Salzkonzentration der Meeresoberfläche. Ausserdem, wenn es wirklich windig ist, können salzige Meereswassertröpfchen in die Luft geweht werden und diese können die Basis für Wolkentröpfchen bilden.
Die Luft und das Meer tauschen ständig Wärme miteinander aus. Da das Meer eine grössere Wärmekapazität hat braucht es länger, sich Änderungen in der eintretenden Strahlung anzugleichen und ändert deshalb die Temperatur gewöhnlich langsamer. Dies bedeutet, dass die Oberfläche des Meeres normalerweise eine andere Temperatur hat als die Luft unmittelbar darüber und Wärme wird zwischen dem Meer und der Atmosphäre übertragen.
Zwischen den Meeren und der Atmosphäre gibt es viele Feedback-Mechanismen. Zum Beispiel, verdampfendes Wasser kann in der Atmosphäre kondensieren und Wolken bilden. Diese reflektieren sowohl eintretende als auch hinausgehende Strahlung (aus diesem Grund kommen einem bewölkte Nächte wärmer vor als klare) und bestimmen so die Temperatur der Meeresoberfläche.  
AZORENHOCH  Ein im Bereich der Azoren liegendes Hochdruckgebiet, das zum subtropischen Hochdruckgürtel des Nordatlantiks zählt und als eines der "Aktionszentren" für das Wetter in Mitteleuropa eine wichtige Rolle spielt; mittlerer Luftdruck 1025 hPa. Oft Ausgangspunkt für längere Schönwetterlagen, besonders im Sommer; fördert aber auch zusammen mit dem "Islandtief" Westwettereinbrüche. Das Azorenhoch wird für uns immer dann wetterwirksam, wenn zwischen Neufundland und Island polare Luftmassen nach Süden vordringen und sein gewaltiges Warmluftreservoir bedrängen, so dass es nach Nordosten ausweicht - über die Iberische Halbinsel bis nach Mitteleuropa oder auch Skandinavien.  
BEAUFORT-SCALA   Für jeden Segler bedeutsam ist die Tatsache, dass der Windruck in den Segeln im Quadrat zur Windgeschwindigkeit wächst. D.h. eine Steigerung der Windgeschwindigkeit von 4 auf 5 Beauforts entspricht einer Steigerung des Winddrucks um 100%.  
BERGWIND  Berg- und Talwind treten tagesperiodisch auf. An Schönwettertagen erwärmen sich die Berghänge tagsüber stärker als die freie Atmosphäre. Die erwärmte Luft steigt entlang der Hänge oder direkt vertikal auf. So entsteht der gegen Mittag einsetzende taleinwärts gerichtete Wind (Talwind), der gegen Abend abflaut. Der Talwind überlagert sich mit dem Hangaufwind, der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weht. So entsteht tagsüber eine Zirkulation: Talwind am Boden, aufsteigende Luft über den Bergen, Kompensationsströmung in der Höhe, Absinken über dem Vorland. Die aufsteigende Luft über den Berghängen wird sichtbar, wenn nach einem wolkenlosen Morgen die Quellwolkenbildung zuerst über den Gipfeln einsetzt. Nachts hingegen kühlt die Luft an den Hängen durch Ausstrahlung ab und fliesst talwärts und die ganze Zirkulation kehrt sich um. Vom späten Abend bis zum Morgen weht talauswärts der Bergwind, kombiniert mit dem Hangabwind. Der nächtliche Bergwind hat eine wichtige Funktion: Er ersetzt die verunreinigte Talluft durch saubere, staubarme Gebirgsluft. Diese Windsysteme, die sich in komplizierter Weise im Laufe des Tages überschneiden, werden gerne von Segel- und Drachenfliegern sowie Paragleitern genutzt.  
BEWÖLKUNG  Die Bewölkung (oder Bedeckung) gibt den Anteil des sichtbaren Himmels an, der durch Wolken bedeckt wird. Dabei wird nur der Teil des Himmels betrachtet, der eine Handbreit über dem Horizont liegt, um störende Einflüsse, z.B. durch Bebauung oder das Gelände am Horizont auszuschalten. Der Bedeckungsgrad wird in Achtelanteilen gemessen und durch Symbole dargestellt oder verbal beschrieben.  
BISE  Kalter Wind aus Nord bis Nordost im schweizerischen und französischen Alpenvorland. Entsteht bei hohem Druck nördlich der Schweiz und einem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer. Im Gebiet des Genfer Sees kann der Wind infolge Kanalisierung Stärken bis zu 100 km/h erreichen.  
BLITZ  Ausgleich elektrischer Spannungen (etwa 100 Mio. Volt) innerhalb von Gewittern zwischen zwei Wolken mit Entgegengesetzter elektrischer Aufladung ("Wolkenblitz") oder zwischen einer Wolke und der Erdoberfläche ("Erdblitz"). Die häufigste Form ist der Linienblitz (verzweigte Zickzackspur); daneben gibt es noch den Flächenblitz, der entsteht, wenn die einzelnen Teilentladungen eines Linienblitzes durch die rasche Bewegung der Luftmasse flächenhaft auseinander gezogen werden. Sehr selten sind Perlschnurblitze und Kugelblitze. Jede Sekunde wird die Erdoberfläche von etwa 100 Blitzen getroffen.  
BLUTREGEN  Durch feinen Staub aus der Sahara rötlich gefärbter Regen in Mitteleuropa. Im Winter auch als Blutschnee auftretend.  
BODENFROST  Die Temperatur, die 5cm über dem Erdboden gemessen wird, sinkt in der Nacht unter den Gefrierpunkt 0°C, nicht aber die in der Wetterhütte (2m Höhe) gemessene. Wenn die Temperatur am Erdboden unter den Gefrierpunkt sinkt, gefriert auch das Porenwasser im Boden, das dabei sein Volumen um 9% vergrößert (Frostaufbrüche).  
BODENNEBEL  Ein am Erdboden aufliegender Nebel, der nicht über etwa 1m Höhe ansteigt; entsteht in Niederungen bei ruhigem Wetter und klarem Himmel, wenn die Ausstrahlung des Bodens gross ist und damit eine rasche Abkühlung der untersten Luftschicht bis zum "Taupunkt" eintritt. Die Bildung wird begünstigt durch eine feuchte Erdoberfläche oder über Seen. Oft Vorstufe eines dichter werdenden und in die Höhe wachsenden Nebels. 
CELSIUS  Celsius-Skala. Die heute weit verbreitete, von dem schwedischen Astronomen Anders Celsius (1701-1744) vorgeschlagene, in 100 Grad geteilte Skala zur Temperaturmessung, wonach der Gefrierpunkt des Wassers bei 0 Grad und der Siedepunkt des Wassers (im Meeresniveau) bei 100 Grad liegt. 
Dämmerung  Civil Twilight = bürgerliche Dämmerung: Die Sonne steht weniger als -6,5 Grad unter dem Horizont und somit ist lesen ohne Lampe noch gut möglich.

Nautical Twilight = nautische Dämmerung: Die Sonne steht weniger als -12 Grad unter dem Horizont. Sämtliche Landschaftskontouren sind noch gut zu erkennen.

Astronomical Twilight = astronomische Dämmerung: Die Sonne steht weniger als -18 Grad unter dem Horizont. Die ersten Sterne sind zu erkennen.

Links:
http://aa.usno.navy.mil/data/docs/RS_OneDay.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Dämmerung 
DEKAMETER  Auch bekannt aus der Sendung „SF Meteo“ (Einstiegs Bild bei Sendebeginn)

Ein Dekameter abgekürzt dam, entspricht 10 m.
In der Meteorologie ist es üblich, nicht eine bestimmte Höhe anzunehmen (außer Bodenwetterkarten), und zu sehen, wie hoch der Druck dort ist, sondern man macht es genau umgekehrt, d.h. man nimmt eine bestimmte Druckfläche und schaut, in welchen Höhen diese liegt.
Man kann damit beispielsweise viel besser sehen, ob es sich um Warm- oder Kaltluft handelt.
Diese Daten für solche Höhenwetterkarten stammen entweder von Rodiosondenaufstiegen oder von Wettersatelliten.
Beim Aufstieg einer Radiosonde wird dann an den verschiedenen Druckflächen die Temperatur, Feuchte, Wind etc. gemessen und dann mittels EDV an die Meteorologen weitergegeben.
Die auf den Höhenwetterkarten entstehenden Linien, die Orte gleicher Höhe auf einer Luftdruckebene verbinden, nennt man Isohypsen.
Die Einheit für die Höhenangabe ist als geopotentieller Dekameter definiert, d.h. man nimmt an,
daß überall die Schwerkraft gleich wirkt (geopotentiell); und Dekameter benutzt man aus Ersparnisgründen, denn es bewirkt, daß eine Nullstelle wegfällt (5000 m = 500 dam).
500-hPa-Fläche
Die 500-hPa-Fläche (in ca. 5,5 km) wird benutzt um die Lage des Strahlstrom zu bestimmen und die Höhentiefs oder Kaltlufttropfen zu lokalisieren.
Die Temperatur dort gibt außerdem Aufschluss über mögliche Gewitter oder andere Dinge.
Isobaren repräsentieren den Druck bei gleicher geographischer Höhe (NormalNull),
Isohypsen repräsentieren die geographische Höhe bei gleichem Druck (z.B. 500hPa)).  
DONNER  Geräusch bei Gewitter, das entsteht, wenn die Luft durch den Blitz erhitzt wird, wodurch sie zuerst heftig ausdehnt und dann wieder ebenso heftig komprimiert wird, so dass eine explosionsartige Druckwelle (Schall) entsteht. Das Krachen ist 15-30 km weit hörbar; das "Grollen" oder "Rollen" entsteht durch die Reflexion des Schalls an den Wolken. Die Entfernung des Gewitters in Kilometer kann leicht festgestellt werden: Anzahl der Sekunden zwischen Blitz und Donner, geteilt durch 3. Die Schallgeschwindigkeit in Luft beträgt etwa 330 m/s. 
DUNST  Dunst entsteht durch Kondensation oder Sublimation des Wasserdampfes an in der Luft befindlichen Teilchen, (die als Kondensations- - bzw. Sublimationskerne wirken). Die durch diese Vorgänge sich ausbildenden Wassertröpfchen bewirken eine Lichtstreuung, die zur Verschlechterung der Sichtverhältnisse führt. Dunst entsteht häufig bei windschwachen Lagen (=austauscharme Wetterlage) und beim Vorhandensein einer Inversion (Temperaturumkehr mit der Höhe). In Grossstädten und industriellen Ballungszentren führt die durch Rauch und Industrieabgase erhöhte Anzahl der Kondensationskerne häufig zur Ausbildung einer Dunstglocke, im Extremfall sogar zu Smog. Die grossen Temperatur- und Feuchteunterschiede verursachen dabei eine feuchtlabile Schichtung, die zu starken vertikalen Umlagerungen in engen Aufwindschloten führt.Die Begriffe Dunst und Nebel werden im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals synonym verwendet. Es handelt sich dabei im Grunde auch um dieselbe Erscheinung, im Sinne einer Vereinheitlichung sind sie aber doch eindeutig definiert worden. Von Dunst wird gesprochen, wenn die horizontale Sichtweite weniger als 8, aber mehr als 1 km beträgt. Je nach dem Feuchtegehalt der Luft wird dabei zwischen trockenem und feuchtem Dunst unterschieden. Trockener Dunst liegt vor bei relativer Feuchte unter 80%, feuchter Dunst bei relativer Feuchte über 80%.  
EISHEILIGE  Häufiger Kälterückfall ("Singularität") in der Zeit vom 12. bis 15. Mai (Pankratius, Servatius, Bonifatius und die "Kalte Sophie"). Die Ursache ist ein Hoch über Schottland, welches in Mitteleuropa Kaltlufteinbrüche bedingt. Die trockene Luft verursacht insbesondere nachts durch Ausstrahlung tiefe Temperaturen.  
EISTAG   Die höchste Temperatur des Tages liegt unter dem Gefrierpunkt 0°C, d.h. es herrscht durchgehender Frost.
Einfache Regel: Ein Eistag ist ein Tag, wo die Lufttemperatur den ganzen Tag nie in den Plusbereich kommt.  
Evapotranspiration - ET  Die ET ist die Wasserdampf Menge, die in einem bestimmten Gebiet von der Luft aufgenommen wird.
Zur Berechnung benötigt werdenfolgende Messwerte:
Temperatur - relative Luftfeuchte - Wind Run und Solarstrahlungsdaten.  
FAHRENHEIT  Fahrenheit-Skala. In der vom Danziger Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit (1686-1736) festgelegten Thermometer-Skala liegt der Gefrierpunkt des Wassers bei 32°, der Siedepunkt bei 212°. Der Bereich zwischen Eis- und Siedepunkt wird somit in 180 Grad unterteilt. Die Fahrenheit-Skala ist in den englischsprachigen Ländern (Nordamerika) üblich. 0°F = -17,8°C, 100°F = 37,8°C. Merkwerte: 0°C = 32°F, 10°C = 50°F, 20°C = 68°F.  
FÖHN  Föhn in den Alpen: Unter den warmen Fallwinden ist der Föhn auf der Alpennordseite (Südföhn) der bekannteste. Für die Entstehung ist die Wetterlage typischerweise durch hohen Luftdruck südöstlich der Alpen und tiefen Druck über Westeuropa gekennzeichnet. Bei einer solchen Luftdruckverteilung bildet sich in grossen Höhen eine südliche bis südöstliche Strömung aus, die nach dem Überqueren des Alpenhauptkammes bis in die Täler durchdringen kann. Der warme und trockene Charakter des Föhns beruht auf thermodynamischen Vorgängen. Auf der Luvseite (dem Wind zugewandte Seite) kühlt die Luft sich bis aufs Kondensationsniveau ab, dabei bildet sich Regen und Kondensationswärme wird frei. Beim Absteigen auf der Leeseite (Wind abgewandte Seite) erwärmt sich die Luft bei gleichzeitiger Auflösung der Wolken aber wieder trockenadiabatisch, so dass sie am Fuss des Gebirges im Vergleich zu ihrer luvseitigen Ausgangslage wesentlich wärmer und trockener ankommt. Die Wetterstation Grabs liegt in einem Typischen Föhn Gebiet (St.Galler Rheintal)!  
FROST
Frosttag 
Bei Frost liegt die Lufttemperatur in Grad Celsius gemessen gleich oder unter Null. Wasser gefriert bei Frost.
Sinken die Temperatur in 2 m Höhe unter 0°C durch nächtliche Ausstrahlung bei wolkenlosem Himmel und in windgeschützten Lagen, spricht man von Nachtfrost.
Bodenfrost bedeutet, dass die Temperatur, die fünf Zentimeter über dem Boden gemessen wird, unter den Gefrierpunkt sinkt, während die Temperatur zwei Meter über dem Erdboden über der Null-Grad-Grenze bleibt.
Frosttag: wenn die Temperatur Tmin <= 0 °C ist, wird ein Frosttag gezählt.  
GEFRIERPUNKT   Als Gefrierpunkt, Erstarrungstemperatur oder Festpunkt bezeichnet man die Temperatur, bei der ein Stoff gefriert, d.h. vom flüssigen in den festen Aggregatzustand übergeht. Der Gefrierpunkt ist abhänging vom Stoff und vom Druck und bei reinen Stoffen identisch mit dem Schmelzpunkt.

Ein bekannter Gefrierpunkt ist der von Wasser bei 0° C.

Anomalie:
Heisses Wasser gefriert schneller als kaltes Wasser (Mpemba-Effekt) siehe > http://de.wikipedia.org/wiki/Eis  
GEWITTER  Meteorologisch ist das Gewitter an eine Cumulonimbuswolke gekoppelt. In dieser Art Wolke gibt es kräftige vertikale Luftströmungen und heftige Kondensationserscheinungen. Der Niederschlag ist intensiv und fällt in Form von Regen- oder Schneeschauern, gelegentlich von Hagel begleitet. Es führen aber nicht alle Cumulonimbuswolken zu Gewittern. Die Beobachtungen haben gezeigt, dass eine kräftige Konvektion eine notwendige Bedingung für ein Gewitter ist. Die Konvektion ist über Land am Nachmittag am stärksten entwickelt, über Meer bei Nacht. Daher treten die meisten Gewitter über dem Land am Nachmittag auf, über dem Meer bei Nacht. Grundvoraussetzung sind also warme und feuchte Luft mit feuchtlabiler Schichtung bis in grosse Höhen der Atmosphäre.  
HAGEL  Meist in Verbindung mit Gewittern auftretender Niederschlag in Form von Eiskugeln oder Klümpchen mit 5 bis 50 mm Durchmesser (selten auch mehr); sie entstehen in rasch aufsteigenden, feuchten Luftströmen und sind entweder ganz durchsichtig oder abwechselnd aus klaren und undurchsichtigen, schneeartigen Schichten aufgebaut. Hagel erhält seine schalenförmige Struktur durch wiederholtes Emporgerissen werden und Fallen in der Turbulenz verschieden temperierter Cumulonimbus-Wolkenschichten. Besonders gefährlich für Luftfahrzeuge. Ob in einer Gewitterwolke vorhandener Hagel bis zur Erdoberfläche durchkommt, hängt von der Höhe der Nullgradgrenze und der Höhe des Terrains ab.  
HUNDSTAGE  Eine beständige Hochdrucklage von Mitte Juli bis Mitte August (24.7.-23.8.) mit extrem heissen Tagen, vor allem im Mittelmeergebiet. Der Name rührt daher, da die Sonne in dieser Zeit etwa gleichzeitig mit dem "Hundsstern" ( Sirius) aufgeht.  
HURRIKAN  Hurrikans entstehen meist aus Wellenstörungen der Passatströmung und immer über warmen Gebieten mit einer Wassertemperatur von 26 bis 27 Grad, also am häufigsten im Sommer und Herbst. Der Durchmesser eines Hurrikans beträgt einige 100 Kilometer. Der Luftdruck im Kern des Hurrikans kann im Meeresniveau 900 Hpa unterschreiten. Die Windgeschwindigkeiten erreichen Werte von 200 km/Stunde und mehr. Ein typisches Merkmal des Hurrikan ist das AUGE des Sturms, eine windschwache niederschlagsfreie und wolkenarme Zone von etwa 20 km Durchmesser im Wirbelzentrum; am Rand des Auges erhebt sich dagegen eine mächtige Wolkenwand. Die Stärke eines Hurrikanes kann mit der Saffir-Sipmson-Hurrikan-Skala bestimmt werden, da die Beaufort- Skala bei derart hohen Windgeschwindigkeiten nicht mehr ausreicht. Die Skala ist in 5 Intensitätsstufen unterteilt, wobei Stufe 1 der Windstärke 12 in Beaufort entspricht.  
INDIANER-SOMMER  (Indian Summer). Herbstliche Schönwetterperiode in Nordamerika, entspricht dem "Altweibersommer" in Mitteleuropa, dem "Brigittensommer" in Schweden; heisst in Frankreich "Éte de la Saint-Martin", "Wenzelsommer" in Böhmen und "Witwensommerli" in der Schweiz.  
ISLANDTIEF   Quastationäres, für das Wetter in Mitteleuropa besonders wirksames Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik. Es kann das ganze Jahr über auftreten und bewirkt in Europa Wind, Niederschlag und nur kurzzeitige Aufhellungen, also sehr veränderliches Wetter. Im Bereich südlich von Grönland und bei Island kommt es immer wieder zur Bildung von Tiefdruckgebieten, da kontinentale amerikanische Kaltluft auf den warmen Golfstrom stösst. Ähnliche Bedeutung hat für Nordamerika das "Aleutentief" über dem Nordpazifik.  
JET-STREAM  In der oberen Troposphäre der Subtropen und der mittleren Breiten auftretendes Band sehr hoher Windgeschwindigkeiten aus westlicher Richtung; von der Luftfahrt für hohe Reisegeschwindigkeiten genutzt. Teils jedoch auch mit Turbulenz verbunden.  
LUFT  Das die Erde umgebende Gasgemisch, bestehend aus (Volumprozente für trockene Luft) ca. 21% Sauerstoff, 78% Stickstoff, 0,9% Argon (Edelgas), 0,03% Kohlendioxid, sowie (für feuchte Luft) im Mittel 2,6 Vol.-% Wasserdampf. Zahlreiche weitere Gase nur in Spuren, z.B. Ozon  
LUFTDRUCK  Durch die Schwerkraft der Erde übt die Masse der Luft einen Druck aus, der als Luftdruck bezeichnet wird. Die Masseinheit für den Luftdruck ist Hektopascal (hPa), wobei ein Pascal dem auf eine Fläche von 1qm gleichmässig wirkendem Druck bei einer Kraft von 1N entspricht. 100 Pascale sind 1 Hektopascal und entsprechen der früher verwendeten Einheit Millibar (mBar). Zur Bestimmung des Luftdruckes werden hauptsächlich zwei Geräte verwendet, das Quecksilberbarometer und das Aneroidbarometer. Um den Luftdruck an verschiedenen Orten vergleichbar zu machen, wird der gemessene Luftdruck umgerechnet in den Luftdruck auf Meereshöhe (NN) bei 0°C (reduziert auf Normalwerte).  
LUFTFEUCHTIGKEIT  Mit der Luftfeuchtigkeit wird der Wasserdampfgehalt der Luft bezeichnet. Sie wird meist relativ, in Prozent angegeben. Eine Luftfeuchtigkeit von 100% heisst, dass die Luft mit Wasser gesättigt ist (der Taupunkt Td ist erreicht) und der Wasserdampf kondensiert - es bildet sich Nebel oder Tau bzw. Reif. Absolut trockene Luft gibt es nur äusserst selten. Wenn innerhalb von Hochdruckgebieten die Luft absinkt, kann im Bergland in dünnen Schichten eine Luftfeuchtigkeit von 0% gemessen werden. Selbst über Wüsten beträgt die Luftfeuchtigkeit immer noch ein paar Prozent. Gemessen wird die Luftfeuchtigkeit mit dem Psychrometer oder mit dem Haarhygrometer. In meteorologischen Tabellen wird der Taupunkt angegeben, aus dem sich die Luftfeuchtigkeit berechnen lässst. Je nach Temperatur kann die Luft mehr oder weniger Wasserdampf aufnehmen. Deshalb spricht man auch von relativer Luftfeuchtigkeit. Das heisst, dass die Luft bei einer Temperatur von 20°C und einer Feuchte von 50% viel mehr Wasserdampf enthält, als bei 0°C und der gleichen Feuchte von 50%. Das Messgerät für die Feuchte heisst Hygrometer und besteht aus blonden Frauenhaaren, die harfenähnlich eingespannt sind und deren Längenänderung mit der Feuchte durch einen Hebelmechanismus auf einen Zeiger übertragen wird. Es hat sich herausgestellt, dass blonde Frauenhaare am besten auf Feuchteänderungen reagieren und am genauesten sind.  
METEOSAT   Europäischer Wettersatellit, der zu einem weltumspannenden Wettersatelliten-System gehört und am Schnittpunkt von Äquator und Null-Meridian (über dem Golf von Guinea) in 36 000km Höhe stationiert ist und die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit wie die Erde hat. Meteosat sendet halbstündlich im sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereich Bilder zur Erde und ermöglicht die ständige Überwachung von etwa 60 Grad Nord bis 60 Grad Süd und von 60 Grad West bis 60 Grad Ost (fast ganz Europa und den Nordatlantik sowie ganz Afrika). Zusätzlich lassen sich aus den Infrarot-Daten die Temperaturen der Erdoberfläche, der Wasseroberflächen und auch der Wolkenoberflächen bestimmen. Mit ihrer Hilfe kann die vertikale Mächtigkeit der Wolken abgeschätzt, sowie die Windgeschwindigkeit in verschiedenen Luftschichten aus den Wolkenbewegungen ermittelt werden. Weiters verbreitet Meteosat als Relais-Station aufbereitete Bilder und andere Wetterinformationen. Der erste Meteosat (von der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt) wurde am 23. Nov. 1977 gestartet. Die Höhe seiner Flugbahn beträgt genau 35 870km, die Umlaufzeit des Satelliten ist somit genau identisch mit einer Erdumdrehung, nämlich 23 Stunden und 56 Minuten (1 Sterntag). Da die Satellitenbahn in der Äquatorebene der Erde liegt, gewinnt ein Beobachter auf der Erdoberfläche den Eindruck, der Satellit steht am Himmel still, d.h. er ist "geostationär". Ein geostationärer Satellit kann etwa ein Viertel der Erdoberfläche überwachen (ohne Überschneidungen). Ein System von 5 geostationären Satelliten kann somit die gesamte Erdoberfläche bis etwa 60° nördliche und südliche Breite kontinuierlich beobachten. Die Polgebiete können von sog. sonnensynchronen Satelliten überwacht werden (auf polnaher Umlaufbahn in etwa 700-1500km Höhe). Aus der ESA hervorgegangen ist eine eigene Organisation für die europäischen Wettersatelliten in Darmstadt: EUMETSAT (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites).  
METEROLOGIE  Dieser Oberbegriff bezeichnet die Wissenschaft, die sich mit dem Wetter beschäftigt und kommt wie viele Bezeichnungen aus dem griechischen.
Die Meteorologie, erforscht die Verhältnisse der Atmosphäre (Gasgemisch, das einen Planeten umgibt) im Hinblick auf das tägliche Wetter unter Anwendung der Gesetze der Thermo- und Hydrodynamik.
(Die Thermodynamik untersucht die Umwandlung von Wärme in andere Formen von Energie, die Hydrodynamik ist die Lehre von den strömenden Flüssigkeiten. Ein anderes Teilgebiet der Strömungslehre ist die Aerodynamik, die Lehre von den strömenden Gasen).
Ein wichtiger Bestandteil der Wetterforschung ist die Messung von Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit, Niederschlag, Stärke der Bewölkung und Sonnenstrahlung. Meist wird die Meteorologie für die kurz- und mittelfristige Wetterprognose verwendet. Längerfristige Beobachtungen führen zu einer Bestimmung des Klimas.
Die Mess- und Aufzeichnungsgeräte der Wetterforschung reichen von einfachsten Hilfsmitteln wie Regenmesser, Schneemessbehälter und Windfahne über Thermo- und Hygrometer bis zur modernsten Satellitentechnik.  
MISTRAL   Rauer, meist trockener und kalter, aus nördlichen Richtungen wehender Fallwind in Südfrankreich (Rhonetal, Provence), der durch die Düsenwirkung des Rhonetales verstärkt wird und häufig v.a. im Winter und Frühjahr als Sturm auftritt. Entsteht, wenn ein Tief vom Atlantik nach Nordeuropa zieht und an der Rückseite unter steigendem Luftdruck der Kaltluft der Weg nach Süden durch die Alpen und das Zentralmassiv versperrt wird. Als einziger freier Durchgang verbleibt das Tal der Rhone.  
NEBEL  Dabei handelt es sich um kondensierten Wasserdampf in bodennaher Luftschicht. In der Luft schweben, gewöhnlich mikroskopisch kleine Wassertröpfchen, die die Sicht in Bodennähe stark vermindern. Wenn die Sicht unter 1 km liegt verwendet man die Bezeichnung Nebel, anderenfalls spricht man von Dunst. Die Nebelbildung erfolgt durch Kondensation des Wasserdampfes an Kondensationskernen. Sie wird im wesentlichen durch drei physikalische Prozesse verursacht:- Abkühlung feuchter Luft bis zum Taupunkt bzw. Reifpunkt- Zunahme des Wasserdampfgehaltes der Luft durch Verdunstung- Mischung von feuchtwarmer und kalter Luft  
NIEDERSCHLAG  Niederschlag ist Wasser der Atmosphäre, das aus dem gasförmigen Zustand (Wasserdampf) in den flüssigen oder festen Zustand umgewandelt wurde und zu Boden fällt. Er entsteht durch verschiedene, teils noch nicht gänzlich erforschte Prozesse, bei denen kleine schwebende Wolkentröpfchen zu grosse Tropfen anwachsen, aus der Wolke ausfallen und den Erdboden erreichen. In unseren Breiten erfolgt die Bildung meist über die Eisphase in sog. Mischwolken, d.h., wenn Eisnadeln oder Schneekristalle durch eine unterkühlte Wasserwolke fallen, und durch Anfrieren von unterkühlten Wassertröpfchen weiter anwachsen. In reinen Wasserwolken entsteht Niederschlag hingegen dadurch, dass verschieden grosse Wolkentröpfchen zusammenstossen, solange bis sich genügend grosse Tropfen bilden, die auch den Erdboden erreichen. Der Niederschlag kann in verschiedener Form aus der Wolke fallen: Regen, Nieseln, Schnee, Graupel oder Hagel.  
NIÑO, EL-  Umkehr der Meers- und Luftströmung im südl. Pazifik, tritt etwa alle 3-5 Jahre auf und setzt um die Weihnachtszeit ein, daher der Name "El Niño", das Kind, gemeint ist "das Christkind". Dieser Vorgang hält einige Monate an und verursacht massive Wetteränderungen nicht nur im Südpazifik, sondern auch in weit entlegenen Teilen der Erde, wie jüngste Forschungsergebnisse vermuten lassen. In dem normalerweise trockenen Bereich der südamerikanischen Westküste (Peru) bringt El Niño schwere Gewitter und Überschwemmungen, im Osten Australiens Dürre. Vor der Küste Perus verschwindet durch die Umkehr der Meeresströmung das sonst kalte nährstoffreiche Auftriebswasser des Humboldt-Stromes, was ein verbreitetes Fischsterben zur Folge hat. Ursache ist ein Warmwasservorstoss vom Äquator über das kalte Wasser des Humboldt-Stromes. Dürreperioden im Osten Brasiliens und in Südafrika treten auffallend meist in El-Niño-Jahren auf. Auch der Monsun im Arabischen Meer ändert in diesen Jahren sein Verhalten. Im Nahen Osten zeigen Klimabeobachtungen eindeutig, dass mehrjährige Dürreperioden auftreten, wenn es keine Strömungsumkehr im Südpazifik gegeben hat; in El-Niño-Jahren treten jedoch Regenfälle auf; zuletzt gab es Anfang 1992 die schwersten Regenfälle des Jahrhunderts in Israel, zu einer Zeit als auch El Niño aktiv war. Die meteorologischen Zusammenhänge sind zwar noch weitgehend unklar; eine Vorhersage des El Niño für mehrere Monate im voraus erscheint jedoch anhand verschiedener meteorologischer Daten möglich.  
NN  Abkürzung für "Normal Null" bei Höhenangaben.  
OZONLOCH   Während das bodennahe Ozon durch menschliche Aktivitäten zunimmt, nimmt das stratosphärische Ozon ab. Diese Abnahme wird insbesondere durch den Ozonkiller Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) hervorgerufen. Entdeckt wurde das Ozonloch erstmals 1985 von amerikanischen Wissenschaftlern über der Antarktis. Das Ozonloch ist in Wirklichkeit kein reelles Loch in der Ozonschicht, es ist ein Gebiet mit deutlich verringertem Ozongehalt. Es ist auch nicht ununterbrochen vorhanden, kehrt aber regelmässig im antarktischen Frühjahr wieder. Tritt auch bereits zeitweise über der Arktis auf. Das stratosphärische Ozon hat aber für das Leben auf der Erde grundlegende Bedeutung. Es absorbiert die kurzwellige UV-Strahlung der Sonne und lässt sie nur in sehr geringer Dosis zur Erdoberfläche durchdringen. Trifft diese Strahlung auf lebende Zellen, so werden sie zerstört (im harmloseren Fall: Sonnenbrand). Beim Fliegen mit Drachen, Gleitschirmen und Ultraleichtflugzeugen sowie beim Fahren mit Ballonen sind vor allem Gesicht und Hände einer erhöhten UV-Strahlung und damit einem grösseren Hautkrebsrisiko ausgesetzt. Durch den kühlenden Wind wird die Sonneneinstrahlung sogar noch als angenehm empfunden und ein Sonnenbrand oft zu spät bemerkt.  
PASCAL  Druckeinheit in der Meteorologie ab 1.1.1984 (nach Blaise Pascal, 1623-1662, französ. Philosoph, Mathematiker und Physiker). 1 Hektopascal (hPa) = 1 Millibar (mbar oder mb).  
POLARLUFT   Im Polargebiet entstehende sehr kalte Luftmasse, die mit einer nördlichen Luftströmung in Mitteleuropa zu Kälteeinbrüchen führt, bei gleichzeitigem Tiefdruckeinfluss mit Schnee- oder Regenschauern und starken Windböen verbunden.  
REGEN  Wie immer wieder beim Wetter erkennbar - gibt es verschiedene Intensität des Regens. Das fängt an, bei feinem Nässen, das meist mit Nebel verbunden ist. Dann gibt es Niesel- oder Sprühregen, dessen Tropfen ebenfalls kleine Durchmesser haben (s.u.). Entsprechend gering ist auch die Fallgeschwindigkeit. Stärker ist der so genannte Landregen (z.B. an den Alpen häufig auch Stauregen). In Verbindung mit Gewittern fällt hingegen Platzregen (Regenschauer oder sogar Wolkenbrüche). Platzregen sind sehr ergiebig und bringen schon in kurzer Zeit erstaunliche Niederschlagsmengen.  
SCHAFSKÄLTE   Ein in Mitteleuropa häufig zu beobachtender Kälterückfall ("Singularität") zwischen dem 10. und 20. Juni. 
SCHATTENTEMPERATUR   Die in der Meteorologie übliche, in einem Strahlungsgeschützten Gehäuse (Thermometerhütte) und in der Standardhöhe von 2m über dem Erdboden (Rasen) gemessenen Lufttemperatur. Nur die unter möglichst einheitlichen Bedingungen gemessenen Temperaturen lassen sich dann untereinander (z.B. in der Bodenwetterkarte) vergleichen  
SCHNEE  Fester Niederschlag aus meist verzweigten kleinen Eiskristallen (Schneekristallen) in Form von sechsstrahligen Sternen, Nadeln, Plättchen oder Säulen bei Temperaturen um oder unter 0°C. Die während des Fallens aneinander gelagerten Kristalle werden als Schneeflocken bezeichnet. Die Form der Kristalle ist von den Bedingungen in der Wolke (Temperatur und Feuchtigkeit) abhängig.
Mehr Infos hier bzw. Schneelast hier 
SCHWÜLE  Als Schwüle bezeichnet man ein subjektives menschliches Empfinden bei feuchtwarmem Klima bzw. bei entsprechenden Wetterlagen, für die es keine eindeutige, meteorologische Definition gibt. Das Empfinden von Schwüle ist bedingt durch die Behinderung der Wärmeabgabe (im wesentlichen über die Verdunstung) bei hoher Luftfeuchte, so dass über Wärmestau und Hyperthermie die Gefahr eines Hitzschlags besteht.  
SOMMERTAG   Die Temperatur erreicht einen Höchstwert zwischen 25 und 30°C. Liegt das Maximum darüber, spricht man von einem "Tropentag".  
SIEBENSCHLÄFER   Lostag: "Regnet es am Siebenschläfertag (27. Juni), regnet es noch 7 Wochen". Der Lostag "rutschte" nach der Gregorianischen Kalenderreform auf den 10. Juli (Siebenbrüder). Wetterregel, die zwar wörtlich genommen unrichtig ist, aber die Wettererfahrung wiedergibt, dass sich in Mitteleuropa Ende Juni der Charakter des Sommers als regnerisch oder regenarm entscheidet. Geht zurück auf eine Legende, nach der 7 Brüder in der decischen Verfolgung (251 n.Ch.) in eine Höhle bei Ephesos flüchteten und eingemauert wurden. Dort schliefen sie bis zur Öffnung der Höhle im Jahre 446 und bezeugten vor dem Kaiser ihre Auferstehung von den Toten.  
STARKREGEN  Starke Regenfälle, die in 5 Minuten mehr als 5 Liter pro Quadratmeter oder in 60 Minuten mehr als 17 Liter pro Quadratmeter ergeben. 1Liter/Quadratmeter = 1mm Niederschlag.  
TAUPUNKT   Temperatur, auf die sich das Gemisch Luft-Wasserdampf abkühlen muss, damit die Luft mit der vorhandenen Wasserdampfmenge gerade gesättigt ist und Kondensation einzusetzen beginnt. Bei 15°C und 50% relativer Feuchte beträgt der Taupunkt etwa 5°C, bei 80% relativer Feuchte etwa 12°C und bei einer Feuchte von 100% entspricht der Taupunkt der aktuellen Temperatur von 15°C; der Taupunkt liegt also um so niedriger, je trockener die Luft ist. Kühlt die Luft unter den Taupunkt ab, kommt es zur Nebel- bzw. Wolkenbildung. Im Wetterdienst wird meist die Taupunktsdifferenz (Differenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt) als Mass für die Luftfeuchtigkeit verwendet.  
TEMPERATUR  Der Mensch empfindet die Luft als warm oder kalt, mild oder frisch. Diese höchst subjektive Aussage ist aber meist nicht ausreichend. Ein objektiver Wert ist notwendig: die Temperatur. Die Temperatur (tt) macht eine Aussage über die Wärme der Luft und wird i.allg. mit Quecksilberthermometern gemessen. Dabei kommt es darauf an, störende Einflüsse, wie z.B. Sonneneinstrahlung oder die Wärmeabstrahlung von Häusern, auszuschalten. Deshalb wird meist eine Thermometerhütte (auch Wetter- oder Klimahütte) verwendet, in der 2 m über dem Erdboden neben dem Thermometer weitere meteorologische Geräte untergebracht sind. Dazu gehören auch spezielle Thermometer zur Bestimmung des Temperaturminimums (tn) und -maximums (tx).Die Temperatur ist das Mass für die in der Luft enthaltene Energie. Diese Energie wird erzeugt durch die ungeordnete Bewegung der Luftmoleküle und deswegen "kinetische Energie" genannt. Die Versorgung der Luft mit der Energie funktioniert nach dem Prinzip "Herdplatte". Die Sonne (Steckdose) versorgt den Erdboden mit kurzwelliger solarer Strahlung (Strom), die dann vom Erdboden (Kochtopf) in langwellige terrestrische Strahlung umgesetzt wird (Hitze). Damit erwärmt sich die Luft von unten her, reagiert also nur auf Umwegen auf die Sonnenstrahlung. In der Meteorologie ist der Wärmezustand der Luft, abhängig von Sonnenstand, Ortshöhe, Luftströmung und -feuchtigkeit sowie der Beschaffenheit der Erdoberfläche. Die mittlere Lufttemperatur über die gesamte Erdoberfläche beträgt etwa 15°C; als Extremwerte der Lufttemperatur in 2m Höhe über dem Erdboden wurden 58°C am 13.9.1922 bei Tripolis und -88°C am 24.8.1960 an der russischen Antarktis-Station Wostok gemessen.  
TIEF   Unter einem Tiefdruckwirbel oder einer Zyklone ("Tief") versteht man ein Gebiet mit niedrigerem Luftdruck als in der Umgebung; in der Wetterkarte von (meist mehreren) Isobaren umschlossen. Verbunden mit einem ausgeprägtem Frontensystem: An der Vorderseite tritt die Warmfront mit einem ausgedehnten Niederschlagsgebiet (Landregen) auf; im "Warmsektor" folgt dann nach Durchzug der Warmfront eine Aufheiterung (oft mit lebhaftem Wind), an der Rückseite bringt die Kaltfront plötzliche Abkühlung mit böigen Winden (Drehung auf Nordwest) und heftigen Regenschauern, oft auch Gewittern. Zum Kern des Tiefs hin verkleinert sich der Warmsektor, so dass sich Warm- und Kaltfront zur Okklusion zusammenschliessen. In Mitteleuropa liegt der Kerndruck der Bodentiefs im allg. bei 990-1000 hPa, in Orkantiefs bei 950-970 hPa. In tropischen Wirbelstürmen treten mit 880-890 hPa die tiefsten Luftdruckwerte auf der Erde auf. Auf der Nordhalbkugel werden die Zyklonen vom Wind im Gegenuhrzeigersinn (umgekehrt wie im Hoch) umweht, auf der Südhalbkugel ist die Umströmungsrichtung im Uhrzeigersinn. Im Bereich eines Tiefs ist aufsteigende Luftbewegung vorhanden, die mit Abkühlung, vielfach bis unter den Taupunkt des mitgeführten Wasserdampfes, d.h. Wolkenbildung verbunden ist. Daher überwiegt im Bereich eines Tiefs wolkiges Wetter, häufig mit Regen und anderen Niederschlägen.  
THERMOMETER  Das Thermometer ist ein Gerät zur Bestimmung der Temperatur von Gasen, Flüssigkeiten oder festen Stoffen. Die Funktionsweise der herkömmlichen Thermometer basiert auf dem Prinzip, dass sich Körper bei Erwärmung ausdehnen und bei Abkühlung schrumpfen. Dieses Wissen allein bietet einem aber nur die Möglichkeit zu entscheiden, ob es wärmer oder kälter wird. Um ein Mass für die Erwärmung oder Abkühlung zu finden, muss man einen Stoff finden, dessen wärmeabhängige Ausdehnung man kennt. Die handelsüblichen Thermometer haben als Füllung Flüssigkeiten, meistens Quecksilber, das sich in den für uns üblichen Temperaturbereichen linear ausdehnt bzw. schrumpft. Man muss nur noch Fixpunkte festlegen, um eine Einheit der Temperatur zu finden.Die im europäischen Raum verbreitete Einheit ist Grad Celsius, bei der als Fixpunkte der Schmelzpunkt (0°C) und der Siedepunkt (100°C) von Wasser genommen wurden. Die naturwissenschaftlich verwendete Einheit ist Kelvin (ohne "Grad"!), bei der der Abstand der Einheiten dem Grad Celsius entspricht, der Nullpunkt jedoch nicht der Schmelzpunkt von Wasser, sondern der absolute Nullpunkt istWeitere Einheiten sind Fahrenheit (US) und das weniger bekannte Reaumur. Die neuere Thermometer-Generation sind so genannte Thermoelemente. Sie nutzen das unterschiedliche elektrische Verhalten von verschiedenen Metallen bei gleicher Temperatur aus. Der Vorteil dieser neueren Thermometer liegt darin, dass sie eine sehr viel kürzere Reaktionszeit bei Temperaturänderungen haben als die herkömmlichen, trägeren Flüssigkeits-Thermometer. Da dieser Effekt der schnellen Reaktion nicht immer nötig und zuweilen auch störend ist, haben die zuverlässigen Flüssigkeits-Thermometer nicht ausgedient 
TREIBHAUSEFFEKT   Das Zustandekommen relativ hoher Temperaturen in Räumen, die mit Glas gedeckt und von der Sonne bestrahlt sind. Die kurzwellige Sonnenstrahlung durchdringt das Glas mit geringem Verlust, wird am Boden absorbiert und in Wärme verwandelt. Für die langwellige Wärmestrahlung ist Glas jedoch praktisch undurchlässig, sie erwärmt den Raum. Ein Treibhauseffekt ist auch auf der Erdoberfläche zu beobachten, wobei die wasserdampfhältigen Luftschichten die Funktion des Glases übernehmen; ohne sie würde auf der Erde eine mittlere Temperatur von -18°C statt +15°C herrschen. Die kurzwellige Wärmestrahlung der Sonne durchdringt grösstenteils die Atmosphäre ungehindert und erwärmt die Erdoberfläche. Die von der Erdoberfläche ausgehende langwellige Wärmestrahlung hingegen wird weitgehend vom Wasserdampf der Atmosphäre absorbiert. Diese Wasserdampfschicht sendet wiederum selbst Wärmestrahlung teils nach oben in den Weltraum, teils erreicht sie als "Gegenstrahlung" die Erdoberfläche und trägt so zu deren zusätzlichen Erwärmung bei.  
TROPOSPHÄRE   Unterstes Stockwerk der Atmosphäre, in dem sich praktisch das gesamte sichtbare Wettergeschehen abspielt; reicht über Mitteleuropa bis ca. 12 km Höhe. Unterteilung: Grundschicht vom Boden bis 1km Höhe, Konvektionsschicht von 1-8km und die Tropopauseschicht von 8-12km Höhe.  
WELTTAG DER METEOROLOGIE  Ob an der Kneipentheke oder im Golfclub - ein Thema verbindet alle Menschen: das Wetter. Es kennt keine Staatsgrenzen und macht auch keine Rassenunterschiede. Und ein Unwetter kann einen Industriestaat ähnlich hart treffen wie ein Entwicklungsland. Die Meteorologen aller Länder arbeiten deshalb seit über 50 Jahren zusammen an der Verbesserung der Wettervorhersagen und der Erforschung des Weltklimas.

Der 23. März 1950, das Datum der Gründung der „World Meteorological Organization (WMO)“, gilt heute als Welttag der Meteorologie.

Damals begann eine friedliche Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten Nationen dieser Erde, die ohne Beispiel war. Man erkannte, dass nur mit aktuellen Wettermeldungen aus allen Ländern der Erde verlässliche Wetterprognosen erstellt werden können. So konnten auch Ideologien oder selbst Kriege den Austausch von Daten und Forschungsergebnissen nicht verhindern. Es mutet wie ein Wunder an, dass Länder wie der Iran, Afghanistan, Russland und die USA beim Wetter ohne Rücksicht auf die politische Grosswetterlage kooperierten.

Die modernsten Hochleistungscomputer berechnen heute die Wetterentwicklung der nächsten Tage. Die Grundlage der Prognosen bilden dabei die Messungen von über 20.000 Wetterstationen, die im weltweiten Netzwerk der WMO zusammenfliessen. Dabei ist der verlässliche Datenfluss entscheidend: Würde zum Beispiel ein grosses Land wie Frankreich oder Russland seine Wettermeldungen nicht mehr zur Verfügung stellen, wären auch in Deutschland keine verlässlichen Vorhersagen mehr möglich. So ist jeder Staat von der Kooperation mit den anderen abhängig.  
WETTER  Der Begriff Wetter (v. althochdt.: wetar = Wind, Wehen)
bezeichnet den zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort herrschenden Zustand der Troposphäre und seine Änderung.
Die Troposphäre ist die tiefste und wolkenreichste Schicht der Atmosphäre. Das Wetter spielt sich ausschließlich in der Troposphäre ab. Die Obergrenze der Troposphäre bildet die Tropopause. Die Troposphäre kann sich in den Tropen bis 16 km hoch erstrecken, in den gemäßigten Breiten erreicht sie ungefähr eine Höhe von 12 km.  
WETTERHÜTTE  Weissgestrichene Holzhütte mit doppeltem Boden und Dach sowie Jalousienwänden, die der Luft einen ungehinderten Zutritt zu den im Inneren befindlichen meteorologischen Messgeräten erlauben, jedoch die Strahlung, insbesondere der Sonne, abhalten sollen, so dass das (in 2 m Höhe angebrachte) Thermometer möglichst fehlerfrei die Lufttemperatur ("Schattentemperatur") anzeigt. Ein Thermometer, das der Sonnenstrahlung direkt ausgesetzt ist, misst nicht die Lufttemperatur, sondern die Temperatur des von der Sonne durch Absorption erwärmten Thermometers und dessen Gehäuse. Die Form und Aufstellung der Hütte ist weitgehend international genormt, um die gemessenen Temperaturen der einzelnen Wetterstationen untereinander vergleichbar zu machen. Die Wetterhütte wird auf einem freien Platz über Rasen in einigem Abstand von Bäumen und Gebäuden aufgestellt; die Tür der Hütte ist nach Norden gerichtet, eine dreistufige Holztreppe ermöglicht die Ablesung der in 2 m Höhe in der Hütte untergebrachten Instrumente: trockenes und feuchtes Thermometer (Psychrometer), Maximum- und Minimumthermometer, Hygrometer, sowie Registrierinstrumente (Thermograph, Hygrograph).  
WIND  Wind entsteht durch Luftdruckunterschiede. Wenn man bei einer Luftpumpe das Ventil zuhält und gleichzeitig presst, dann steigt der Druck im Innern der Pumpe. Sobald man den Finger vom Ventil nimmt, entweicht die Luft nach draussen: der Wind weht aus der Luftpumpe, in der ein hoher Druck, also ein "Hochdruckgebiet", herrschte, nach draussen zum tieferen Druck, dem "Tiefdruckgebiet".Den Meteorologen interessiert die Windrichtung (dd), die Windstärke (ff) und die Böigkeit (fm). Ein grosses Problem ist dabei der Einfluss, den Hindernisse auf die Bewegung der Luft haben. Bei gleicher Wetterlage weht auf einer freien Wiese ganz anderer Wind als im Wald oder in den Strassenschluchten einer Stadt, wo der Wind zusätzlich kanalisiert wird. Deshalb muss bei der Windmessung darauf geachtet werden, in möglichst gleichmässigem Gelände, und in einer Höhe von 10m über dem Bewuchs oder der Bebauung zu messen.Als Windmesser dienen der Anemograph, ein selbsttätig registrierendes Messgerät, mit vollelektronischer Messwertübertragung an einen Linienschreiber, oder Anemometer, wie z.B. das Schalenkreuzanemometer. Gemessen wurde die Windgeschwindigkeit ursprünglich in Knoten. Wir bei wetterspion.ch geben die Windgeschwindigkeit in km/h, m/s und Bft an. Zunehmend setzt sich aber auch die Angabe in m/s bzw. km/h durch. Dabei gilt 1 Knoten=1,852 km/h=0,5m/s.Weit verbreitet ist auch die Angabe der Windstärke nach der bekannten 13teiligen Skala, die 1806 von Sir Francis Beaufort (1774-1857), einem britischen Admiral und Hydrographen, entwickelt wurde. Angeblich hatte er nach seiner Versetzung in den Ruhestand, ein direkt an der Küste gelegenes Haus bewohnt, und von dort aus in jahrelanger Beobachtung die in der nach ihm benannten Skala wiedergegebenen Zusammenhänge zwischen Windstärke und Seegang festgestellt.  
WINDCHILL-TEMPERATUR   Das Kälteempfinden von Menschen hängt nicht nur von der Temperatur ab: Der Wind spielt auch eine wichtige Rolle. Ist er schwach, hält sich an der Körperoberfläche ein dünnes Warmluftpolster. Bei Wind wird diese Isolationsschicht weggeblasen, die kalte Umgebungsluft trifft direkt auf die Haut. Bei starkem Wind kann die Wärmeproduktion des Körpers nicht mehr mit dem abkühlenden (englisch "chill") Effekt des Windes mithalten, es kommt zunächst zum üblichen Zittern bis Schlottern. Hält diese Windunterkühlung auf Dauer an, kann es zu ernsten Erfrierungen kommen. Besonders im Winter wird bei stärkerem Wind die Temperatur deutlich niedriger empfunden als sie tatsächlich ist. Diese Temperatur wird meist als "gefühlte Temperatur" oder "Windchill-Temperatur" angegeben.
Die Tabelle zeigt, welche Windgeschwindigkeiten bei welchen auf dem Thermometer abgelesenen Temperaturen welche fühlbare Temperaturen erzeugen (Wind chill factor).  
WIND RUN - WIND LAUF   Der Wind Run gibt die mögliche Leistungsausbeute für z.B. Windkraftanlagen oder Windräder an.
Dieser wird errechnet aus Windgeschwindigkeit mal Zeit, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Wind natürlich nicht mit einer konstanten Geschwindigkeit weht.
Zur Berechnung der ET: Evapotranspiration, Bezeichnung für die potentiellen Verdunstungsraten, wird der Windrun ebenfalls benötigt.  
WOLKEN und REGEN   Ansammlung von kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen, deren Fallgeschwindigkeit so gering ist, dass die Wolken in der Atmosphäre zu schweben scheinen. Wolken entstehen durch Abkühlung feuchter Luft in der Höhe infolge Hebung, bis der Wasserdampf kondensiert. Man unterscheidet Wolken ohne Struktur (Cirrostratus, Altostratus, Stratus, Nimbostratus), Wolken mit Struktur (Cirrus, Cirrocumulus, Altocumulus, Stratocumulus) und Wolken mit vorwiegend vertikalem Aufbau (Cumulus, Cumulonimbus). Die Wolken stellen eine Stufe im Wasserkreislauf dar: von der Erdoberfläche (Meere, Seen, Flüsse, feuchte Erdoberfläche, Vegetation) verdampft Feuchtigkeit, wird als Wasserdampf in höhere Bereiche der Troposphäre transportiert, kondensiert dort zu Wolken, aus denen dann das Wasser in Form von Regen oder Schnee wieder auf die Erdoberfläche zurückkehrt.